
Am 06. September 2008 trafen sich Athleten aus aller Welt bei den Paralympics, den olympischen Spielen für Sportler mit körperlicher Behinderung. 1948 begannen in Stoke Mandeville (England) die ersten Sportspiele für Rollstuhlfahrer am selben Tag wie die Olympischen Spiele von London. Seit den Sommer-Paralympics 1988 finden die Spiele regelmäßig am selben Ort wie die Olympischen Spiele statt. Leider gab es immer wieder herbe Rückschläge bei der Organisation und Durchführung der Wettkämpfe für diese Minderheit unserer Gesellschaft.
Beispielsweise weigerte sich 1984 weigerte das kommerzielle Organisationsteam der Olympischen Sommerspiele von Los Angeles, die „International Games for Disabled“ durchzuführen, da dies „nicht in das professionelle Image der Spiele von LA passe“. Bei den Sommerspielen 1996 kam es zu einer Blamage für die USA: Die Organisatoren in Atlanta ließen nach den Olympics die Einrichtungen bereits abbauen, so dass die Paralympics quasi in Ruinen stattfanden.
Allen Widersachern zum Trotz sind sicherlich auch im Sinne von Pierre de Coubertin, dem Begründer der Olympischen Spiele der Neuzeit, die Paralympics zu einer festen Institution geworden. Dies hat den spanischen Künstler José Julien veranlasst, gemeinsam mit Giovanni Inserra die Hymne „Victoria“ zu komponieren, als Hommage an den Kampfgeist der behinderten Sportler und als Aufruf, alle Menschen mit Handicaps als gleichberechtigte Mitglieder unserer Gesellschaft zu achten und vor allem zu integrieren.

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